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15 Juni 2010

Schon wieder dabei

Sie hat nicht lange angehalten, meine Pause von Facebook. Eigentlich war es eher ein Versehen, da ich Seesmic, eine Social Media-Applikation, gestartet hatte und da wurde ich wieder automatisch bei Facebook angemeldet. Es war aber ehrlich gesagt gar nicht so schlimm für mich, dass ich nach so kurzer Zeit wieder bei Facebook aktiv bin. Beim Deaktivieren meines Accounts hatte ich mir noch gedacht, dass ich erst mal wieder ein bisschen Ordnung in meinen Prägen bekommen müsste. Denn mit solchen wahnsinnig destruktiven und unsinnigen Postings schade ich mir ja sowieso erstmal nur selber und eine positive Wirkung geht davon auch nicht aus. Ich erwarte nicht, dass auch nur ein Mensch, und sei er auch noch so verständnisvoll, etwas von mir annehmen könnte. Auf jeden Fall nicht, wenn ich so daneben bin.

Zwar habe ich noch nicht wieder die ganze Ordnung wiederhergestellt, das wird auch wohl in meinem Leben nicht mehr passieren, aber ich weiss nun, dass ich nicht mehr schreibe oder poste, wenn ich so am Boden bin. Da werde ich etwas anderes finden, da muss ich schauen, das ist auf jeden Fall absolut wichtig. Wenn es mir soweit gut geht, dann kann ich auch einigermassen kreativ sein und ich habe Hoffnung und schaue eher positiv in die Zukunft. Aber wenn ich durchhänge, dann ist es ganz schlimm. Ich fühle mich dann total allein und einsam, was ich im Grunde auch seit drei Jahren bin. Aber auch das will ich schaffen, denn ich bin natürlich nicht wirklich einsam, denn ich habe oft meinen Sohn bei mir. Aber wenn er wieder geht, dann bin ich wieder allein und manchmal spreche ich tagelang kein Wort, da niemand zu mir kommt. Wenn, dann muss raus aus der Wohnung. Das ist aber manchmal auch nicht so einfach, denn dann möchte ich keinen anderen Menschen begegnen, denn ich denke, die sind zufrieden und ich bin unglücklich, ich bin neidisch auf die anderen.

Ich vergesse oft, dass ich wohl oftmals die besseren Karten habe, als der Durchschnittsbürger, ich bekomme mich selber mit und auch das, was um mich herum abläuft. Ich lasse mich nicht von Chefs runtermachen oder erpressen, ich lebe, ich lache und ich weine auch immer wieder. Aber das genau ist Leben, nicht dieses Schauen ins Leere in der S-Bahn, wenn die Leute auf dem Weg in die Arbeit oder nach Hause sind nach der Arbeit. Da sehe ich selten noch Leben und wenn mal jemand lacht oder aus der Reihe fällt, dann ist das im Normalfall ein Ausländer und jeder schaut angenervt, denn jeder hat sein Bündel zu tragen. Und er trägt es gebückt und stumm, nur nicht auffallen, still leben und ruhig sterben, weil es jeder so macht. Das ist nich das Leben, das ich bevorzuge, ich will teilhaben, aber nicht auf die Art, wie die ARGE meint, sondern als Mitentscheider über unserer aller Zukunft.
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